Neglige - Nicht nur ein Nachthemd


Sie haben sicher schon den Begriff, das Wort "Neglige" gehört. Hatte es einen "anrüchigen" Beigeschmack beim Aussprechen? Dachten Sie dabei vielleicht an "verführen - oder verführt werden", an etwas Außergewöhnliches, an einen besonderen Moment, vielleicht aber sogar auch an die Liebe? Das braucht Sie nicht zu verwirren oder gar beunruhigen, Sie liegen damit in jedem Fall absolut richtig.

Vielleicht haben Sie auch noch jene Damen, wie beispielsweise Marilyn Monroe, in den Negliges in Erinnerung aus Filmen, hergestellt in Hollywood oder anderen Mekkas des Films aus den Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts - je nach Entstehungszeit waren die hoffnungsvollen Nachwuchskünstlerinnen mit weniger oder mehr aufreizender Nachtwäsche bekleidet zu sehen, manchmal hatte man eher sogar den Eindruck, diese nahezu "pornographische" Wäsche, die jene Schauspielerinnen trugen, sollte den Ausdruck "Neglige" nicht mehr tragen dürfen.

Keine Sorge, mit Ihrer Erinnerung ist alles in bester Ordnung. Neglige ist eben nur ein Synonym für edle, gehobene Unter- bzw. Nachtwäsche. In keinem Fall sollte der Ausdruck "Neglige" in Verbindung mit billiger Reizwäsche gebracht werden, eine derartige "Verwechslung" wäre absolut unbeabsichtigt, ja sogar unerwünscht.

Erstmals ist der Begriff "Neglige" gegen Ende des 17 Jahrhunderts in Frankreich aufgetreten. Er beschrieb damals jegliche Art von "nicht-formellen" Kleidungstücken am Hof der französischen Könige, also jene Bekleidung, die nur in den privaten Gemächern getragen wurde. Der Begriff entwickelte sich im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte weiter, bis er schlussendlich sich in der uns heute bekannten Form gefestigt hatte.

Das Wort "neglegere" kommt - ich weiß, ich kann Sie nicht überraschen damit - natürlich aus dem Französischen und bedeutet soviel wie "missachten" oder "vernachlässigen". Wenn wir also das Wort "Neglige" wörtlich übersetzen wollen, erhalten wir folglich "das missachtende Kleid" oder eben "das vernachlässigende Kleid", entsprechend der ursprünglichen Bedeutung, dass eine derartige Bekleidung in der Öffentlichkeit den König oder den Hofstaat missachten oder die Achtung dem König gegenüber dadurch vernachlässigt würde.

Im heutzutage üblichen Sprachgebrauch wird der Begriff Neglige vor allem für Nachtwäsche oder Unterkleider der gehobeneren Art verwendet. Sowohl im spezialisierten Einzelhandel als auch in den Großkaufhäusern findet sich für jeden Frauentyp das passende Neglige bzw. die gewünschte Nachtwäsche. Das Angebot ist derartig reichhaltig, sodass kein Wunsch unberücksichtigt bleibt und alle erwarteten Bedürfnisse ausreichend befriedigt werden können. Der Phantasie sind dabei keinerlei Grenzen mehr gesetzt, die Designer haben dafür gesorgt, dass Negliges in allen erdenklichen Variationen erhältlich sind, von verspielt bis sexy und freizügig, über bequem bis einfach nur funktional.

Das Tragen von Negliges bereitet jeder Frau das schöne Gefühl des angenehmen Wohlbefindens, auch das Selbstwertgefühl erfährt wie automatisch eine beträchtliche Steigerung .Es ist dabei vollkommen unbedeutend, ob sie es einfach nur als Unterkleid, oder in heißen Sommernächten als leichte Nachtwäsche / Babydoll trägt, nur für sich selbst, oder aber, um den Partner zu verführen oder ihm zu signalisieren, "ich habe heute keine Migräne".

Quellen: http://www.planet-linerie.de/ und http://www.dessous-shopverzeichnis.de/